Würzburg (epd). In Würzburg gibt es ab sofort eine neue Stiftungsprofessur für die Prävention von Demenz und möglichen Folgeerkrankungen. Wie Uniklinik und Universität gemeinsam mitteilten, ist die Finanzierung der Stiftungsprofessur vorerst auf sechs Jahre angelegt. Die Kosten übernimmt zur Hälfte die Uniklinik, die Würzburger Vogel Stiftung Dr. Eschernkamp und die Treuhandstiftung Future der Stiftung Bürgerspital zum Heiligen Geist in Würzburg tragen jeweils ein Viertel, hieß es weiter. Die Professur soll nach Präventionswegen bei Demenz und Demenz-Folgeerkrankungen suchen.
Impulsgeber für die neue Stiftungsprofessur sei die Vogel Stiftung Dr. Eschernkamp gewesen. Diese habe von 2010 bis 2022 eine Kohortenstudie zur Frühdiagnose von Demenzerkrankungen finanziert. Nach deren Ende habe sich die Frage gestellt, "wie es mit den vielen dabei erarbeiteten Erkenntnissen weitergehen soll", erläuterte Stiftungsvorsitzender Gunter Schunk. Bei der Kohortenstudie hatten 600 Personen teilgenommen. Diese Daten und weitere Forschungsergebnisse bilden die Grundlage für die neue Professur, die erforschen soll, ob und wie sich Demenzen verhindern oder verzögern lassen.
Nach aktuellen Schätzungen gehen Experten davon aus, dass es derzeit rund 1,6 Millionen Menschen in Deutschland mit einer Demenz gibt. Erwartet wird, dass diese Zahl künftig auch wegen der weiter alternden Gesellschaft deutlich steigen wird.