Regensburg (epd). Ein Streit um angeblich wilde Plakatierung in Regensburg landet nun vor Gericht. Die Stadtverwaltung hatte ein Bußgeld gegen den Verein Arbeitskreis ausländischer ArbeitnehmerInnen (a.a.a.) verhängt - dagegen klagt der Verein nun, wie die Grünen-Stadtratsfraktion am Freitag mitteilte. "Bereits das Bußgeld sendet ein falsches Signal", sagte Grünen-Stadtrat Daniel Gaittet.
Es handle sich bei der Plakataktion um eine von der Verwaltung genehmigte Kunstaktion, teilte Gaittet weiter mit. Diese fand im Rahmen der vom Integrationsbeirat der Stadt Regensburg koordinierten Internationalen Wochen gegen Rassismus statt, die auch von der Stadt und deren Oberbürgermeisterin unterstützt worden sei.
Der Verein hatte im Jahr 2021 Plakate von Menschen im Stadtgebiet aufgehängt, die gegen Rassismus kämpften, davon betroffen waren oder zu Tode kamen. Innerhalb weniger Tage wurden die Poster mutwillig von Unbekannten beschädigt, mit rassistischen Aufklebern beklebt und heruntergerissen. Daraufhin hatte der Verein diese durch neue Plakate ersetzt. Der Vorwurf der Stadt lautet, die Plakate seien an nicht abgestimmten Orten angebracht worden.