München (epd). Die Schriftstellerin Dorothea Grünzweig erhält den Rainer-Malkowski-Preis 2026. Die Auszeichnung gehört den Angaben zufolge mit einem Preisgeld von 30.000 Euro zu den höchstdotierten Literaturpreisen in Deutschland, wie die Bayerische Akademie der Schönen Künste am Montag in München mitteilte. Das mit 5.000 Euro dotierte Rainer-Malkowski-Stipendium erhalte der Lyriker Christoph Wenzel.
Die 1952 bei Stuttgart geborene Grünzweig lebt den Angaben zufolge seit 1989 als freie Schriftstellerin und Übersetzerin in Finnland. Die Jury würdigte ihr Werk für eine "unverwechselbare wortschöpferische Phantasie und anrührende emotionale Intensität". Die Autorin verbinde die spirituelle Tradition des schwäbischen Pietismus mit der Sprache und den Kulturen Finnlands, hieß es in der Begründung weiter.
Stipendium für Christoph Wenzel
Der 1979 im westfälischen Hamm geborene Stipendiat Wenzel arbeitet laut Akademie als Autor, Herausgeber und Universitätsangestellter in Aachen. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass Wenzel "mit feiner Ironie und großer sprachlicher Präzision" die raue Landschaft der alten westfälischen Kohlereviere in Poesie verwandle.
Die Auszeichnung geht auf die 2005 gegründete Rainer Malkowski Stiftung zurück und entspricht dem Wunsch des 2003 gestorbenen Lyrikers. Zuletzt wurden 2024 Wilhelm Bartsch mit dem Preis und Nancy Hünger mit dem Stipendium geehrt. Die Verleihung findet am 18. November um 19 Uhr in den Räumen der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in der Münchner Residenz statt.