Freising, Weihenstephan (epd). Bald soll im bayerischen Alpenraum wieder eine historische Weizenart wachsen. Unter dem Projektnamen "Urgetreide Binkel - Chancen für die Rekultivierung einer historischen Getreideart des Voralpen- und Alpenraums" habe ein Expertenteam Möglichkeiten erarbeitet, diese Weizenart wieder anzubauen, teilte die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) am Freitag in Freising-Weihenstephan mit. Damit wolle man unter anderem zum Erhalt der alpinen Biodiversität beitragen. Eine Rekultivierung des Binkel sei vor allem im Alpenraum ein großen Gewinn für Natur und Menschen.
Binkel wurde laut LfL bis in die 1960er Jahre im Alpen- und Voralpenraum angebaut. Die Weizenart ist zwar nicht sonderlich ertragreich, gedeiht aber auch unter schwierigen Bedingungen, wie etwa auf kargen Böden oder in großen Höhen. Als Brotgetreide ist es nicht geeignet, dafür aber für die Herstellung von anderem Gebäck, etwa von Lebkuchen. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit von LfL mit dem UNESCO-Biosphärenpark Salzburger Lungau, der Biosphärenregion Berchtesgadener Land und der Gendatenbank Tirol umgesetzt. Gefördert wird es von der Europäischen Union.