München (epd). Ab Ende März zeigt die Münchner Pinakothek der Moderne in einer Studioausstellung acht Gemälde des Expressionisten Emil Nolde (1867-1956). Dies sei nahezu der komplette Münchner Sammlungsbestand, der vom "Tanz um das goldene Kalb" (1910) bis zur "Nordermühle" (1932) reiche und damit Werke vom Beginn des Expressionismus bis in die frühen 1930er Jahre umfasse, teilte das Museum mit. Nolde zählt zu den wichtigsten Vertretern des deutschen Expressionismus.
Die Ausstellung ist das Ergebnis eines gemeinsamen Forschungsprojekts der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde, dem Doerner Institut der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen sowie der Hamburger Kunsthalle. Mehr als drei Jahre sichteten Restauratoren, Naturwissenschaftler und Kunsthistoriker rund 120 Werke Noldes. Eine Auswahl von 44 Gemälden aller Werkphasen wurde in aller Tiefe mit modernsten mikroskopischen, bildgebenden und materialanalytischen Methoden untersucht.
In der Münchner Studioausstellung wird beispielsweise Noldes Stillleben "Puppen und Papagei" (1912) ausgerahmt in einer Vitrine präsentiert. So können es Besucherinnen und Besucher - ähnlich wie die kunsttechnologisch Forschenden - vorder- und rückseitig in seiner Materialität "unmittelbar erfahren". Fünf Wandtexte führen in Ausstellung, Forschungsprojekt sowie Künstlerbiographie ein. Die Ausstellung startet am 31. März 2022 und dauert bis 28. Februar 2023.