München (epd). Bei einem europaweiten Aktionstag gegen Hasskriminalität im Internet haben bayerische Ermittler am Donnerstag neun Objekte in Oberbayern und Schwaben durchsucht. Den insgesamt zehn Beschuldigten wird unter anderem Volksverhetzung oder die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen, teilte das Landeskriminalamt am Freitag in München mit. Konkret ging es in den vorliegenden Fällen beispielsweise um Abbildungen von Adolf Hitler oder verachtende Darstellungen von Menschen mit dunkler Hautfarbe.

Bei den Tatverdächtigen in Bayern handelt es sich um eine Frau und neun Männer im Alter zwischen 24 und 50 Jahren. Die Einsatzkräfte vernahmen die Beschuldigten und beschlagnahmten Beweise, darunter Mobiltelefone und Laptops. Ein durchsuchtes Objekt befand sich im Kreis Fürstenfeldbruck, bei dem Beschuldigten wurde auch Rauschgift gefunden - deshalb soll er an diesem Freitag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Ein weiteres Objekt steht im Kreis Bad-Tölz-Wolfratshausen, die übrigen sieben in den beiden Landkreisen Aichach-Friedberg und Augsburg.