Würzburg (epd). Eine neue Forschungsgruppe beschäftigt sich an der Universität Würzburg mit der Frage nach der Artenvielfalt im Wald. Sie will herausfinden, wie sich die Vielfalt von Pflanzenarten, Pilzarten und Tierarten im Wald erhalten oder verbessern lasse, teilte die Hochschule am Mittwoch mit. Für vier Jahre erhalte sie dafür Fördergelder von 4,3 Millionen Euro. Die Leitung übernehme Jörg Müller, Uni-Professor für Tierökologie und Leiter der Ökologischen Station im Steigerwald.
Der Universität zufolge weist der Lebensraum Wald an Land die meisten Pflanzen-, Tier- und Pilz-Arten auf. In jüngster Zeit sei aber in vielen Wäldern ein Rückgang der Artenvielfalt zu beobachten.
Die Gruppe will herausfinden, ob und wie der zu beobachtende Rückgang mit der wirtschaftlichen Nutzung von Wäldern zusammenhängt. Außerdem wolle man Strategien zur Wiederherstellung der Artenvielfalt entwickeln. Dafür untersuche man an elf ausgewählten Standorten in Deutschland, ob mit unterschiedlichen gezielten Maßnahmen eine Erhöhung der Artenvielfalt möglich ist.