Hilpoltstein, Aschaffenburg (epd). Mehr als 5.000 Tier- und Pflanzenarten leben auf Streuobstwiesen, die mit Beginn des Frühlings in voller Blüte stehen. Um die hohe Artenvielfalt zu schützen, unterstützt der Naturschutzverband LBV laut einer Mitteilung vom Donnerstag verschiedene Projekte und Initiativen. Ein erfolgreiches Beispiel sei das Schlaraffenburger Streuobstprojekt in Kooperation mit der Stadt und dem Landkreis Aschaffenburg, der Stadt Alzenau und der Initiative Bayerischer Untermain. "Dabei erhalten die Bewirtschafter von den Projekt-Keltereien höhere Beträge für ihr Obst, wenn sie die vorgegebenen ökologischen Richtlinien bei der Bewirtschaftung einhalten", berichtet LBV-Volksbegehren-Referentin Franziska Wenger. So würden über 12.000 Obstbäume in der Region gepflegt und erhalten sowie 100 Bäume jährlich neu gepflanzt.
Ein wichtiger Baustein sei außerdem der im vergangenen Jahr verabschiedete Bayerische Streuobstpakt. Er soll den Erhalt, die Pflege und die Anlage der Streuobstbestände in Bayern sichern. Bis 2035 stehen dafür 600 Millionen Euro für den Erhalt und für eine Million zusätzliche Obstbäume im Freistaat zur Verfügung.