Hilpoltstein (epd). Spätestens seit die Bayern ihr Herz fürs Bienenretten entdeckt haben, sind hübsche Blumenstreifen hoch im Kurs. Doch Blühfläche ist nicht gleich Blühfläche, mahnt der Naturschutzverband LBV in einer Mitteilung am Dienstag: Damit die Tiere nachhaltig etwas von dem Lebensraum haben, sollten sowohl Agrarlandschaft als auch Kommunen weniger einjährige und mehr dauerhafte Blühflächen anlegen.

In intensiv genutzten Landschaften bieten Blühflächen Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten. Generell begrüße der LBV diesen Trend; bei der Umsetzung müsste jedoch einiges beachtet werden. So würden einjährige Blühflächen im Herbst gefährlich für Insekten, die sich dort zum Überwintern niederlassen. Durch das Unterpflügen werden die Überwinterungsgäste auf einen Schlag vertrieben oder kommen zu Tode. In mehrjährigen Flächen, die mindestens fünf Jahre nicht bearbeitet werden, könnten sich die Tiere dagegen ungestört entwickeln.

Auch rät der LBV zu Blühmischungen mit gebietseigenem Saatgut, das für die hiesigen Insekten nutzbar ist. Weiter sollten die Streifen nach Möglichkeit mindestens zehn Meter breit sein, um brütenden Vögeln genügend Schutz vor Füchsen zu bieten.