München (epd). Nach zweijähriger Corona-Pause soll im Herbst wieder das Münchner Oktoberfest stattfinden. Dabei werde es keine Zulassungsbeschränkungen geben, gab Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Freitag in München bekannt. Vonseiten des Bundes und des Freistaats Bayern gebe es keine Regelungen, die eine Zugangsbeschränkung zum Oktoberfest 2022 rechtfertigten. Er habe sich daher an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gewandt.

Noch vor wenigen Wochen hatte Reiter wegen des Ukraine-Kriegs und der hohen Corona-Infektionszahlen Bedenken, die Wiesn 2022 stattfinden zu lassen. Er hoffe, dass sich die Corona-Pandemie im Herbst nicht wieder verschlimmere, so dass die Wiesn doch noch kurzfristig abgesagt werden müsse, sagte Reiter weiter. Das Münchner Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt. Längere Pausen gab es in der mehr als 200-jährigen Geschichte der Wiesn nur in Kriegszeiten.

Wirtschafts- und Tourismusminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) begrüßte die Entscheidung. Gemeinsam zu feiern sei für den gesellschaftlichen Zusammenhalt nach zwei Jahren der Corona-Beschränkungen sehr wichtig. Die Wiesn sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für München und ganz Bayern. Standbetreiber, Hotellerie, Taxiunternehmen, Einzelhandel und Gastronomie bräuchten die Wiesn, "um sich von den Einschnitten der Corona-Pandemie zu erholen". So mancher Betrieb hätte eine erneute Absage nicht überstanden.