Miltenberg, München (epd). Die Sanierung der Mildenburg in Miltenberg wird mit 1,3 Millionen Euro aus dem Entschädigungsfonds des Freistaats und der Kommunen unterstützt. "Die Mildenburg gilt als mittelalterliches Wahrzeichen des Untermains", sagte Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU) am Freitag laut Mitteilung. Malerisch eingebettet zwischen den Hügeln von Spessart und Odenwald thront die Ende des 12. Jahrhunderts erbaute Burg hoch über der historischen Stadt Miltenberg.
Die Bedeutung der Mildenburg strahlt nach Einschätzung von Generalkonservator Mathias Pfeil weit über die Region hinaus. "Jedes Jahr zieht das Bauwerk zahlreiche Besucherinnen und Besucher an und zeigt wie wichtig Denkmäler nicht nur für die Identität der Menschen vor Ort sind, sondern auch für die Tourismusbranche", sagte der Leiter des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege. Die Burg befindet sich seit einigen Jahrzehnten im Besitz der unterfränkischen Stadt Miltenberg.
Die Mildenburg wurde 1226 erstmals erwähnt. Sie war Sitz der Mainzer Burggrafen und Amtmänner. Der Bergfried und die innere Ringmauer stammen aus der Gründungszeit der Burg. Zwingeranlage, Vorwerk und Vorbefestigung mit Stützmauern wurden im 14. und 15. Jahrhundert errichtet. Der Palas, der ebenfalls noch Reste aus der Gründungszeit birgt, wurde von 1565 bis 1568 neu erbaut und von 2007 bis 2011 renoviert. Er birgt seither das "Museum.Burg.Miltenberg. Ikonen und moderne Kunst".
Die Ringmaueranlagen und Zwingermauern sowie alle übrigen mittelalterlichen Bauteile weisen diverse Schäden wie Ausbauchungen, Schiefstellungen, lose Stellen und offene Fugen auf. Daher liegt der Schwerpunkt der Sanierung in der statisch-konstruktiven Ertüchtigung des Mauerwerks, hieß es.