München, Nürnberg (epd). Zum fünften Mal findet am 2. Oktober in Bayern die Lange Nacht der Demokratie statt. Mehr als 60 Kommunen beteiligen sich - fast doppelt so viele wie vor zwei Jahren mit 35 Kommunen, heißt es auf der Website des Bayerischen Volkshochschulverbands (BVV). Am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit (03.10.) sollen laut BVV demokratische Werte in vielfältigen Formaten erlebbar werden - in Gesprächen, Diskussionen, Kulturveranstaltungen und Mitmachaktionen, bei denen sich unterschiedliche Einrichtungen einbringen. Der BVV leitet heuer die Lange Nacht, Schirmherrin ist die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU).
"In einer Demokratie zu leben, ist keine Selbstverständlichkeit", so der BVV. Sie zu bewahren sei "eine Aufgabe für uns alle". Bei der Langen Nacht soll sie "von einer abstrakten Regierungsform zu einer konkreten Idee" werden. Häufige Themen bei den Veranstaltungen bayernweit sind etwa Desinformation und Faktenchecks, zudem Gesprächsführung und Diskussionskultur. Kinder und Jugendliche werden ebenso adressiert wie Erwachsene.
Was bedeutet Menschenwürde heute?
Die BVV-Website zur Veranstaltung listet, von Aichach-Friedberg bis zum Würmtal, die teilnehmenden Kommunen aus allen Regierungsbezirken auf. Nicht nur in Großstädten ist viel geboten, teilweise veranstalten auch kleinere Gemeinden ein umfangreiches Programm - von Vorträgen über Rollenspiele bis zu demokratischer Orgelmusik.
Seit 2018 ist die Lange Nacht der Demokratie, die zweijährlich unter dem Dach der Stiftung Wertebündnis Bayern stattfindet, als bayernweites Projekt etabliert. In den vergangenen beiden Jahren wurde sie erstmals auch in anderen Bundesländern durchgeführt. Heuer sind neben dem Freistaat auch Baden-Württemberg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen mit dabei.