Flossenbürg (epd). Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg erinnert am 24. April an den 77. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers. Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne), der ehemalige bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) sowie die Publizistin und Trägerin des Heinrich-Heine-Preises, Rachel Salamander, werden zu den mehr als 300 anwesenden Gästen sprechen, teilte die KZ-Gedenkstätte am Mittwoch mit. Der Gedenkakt beginnt um 14 Uhr und wird live im Internet übertragen.

Für die Veranstaltung reisen auch sechs Überlebende sowie zahlreiche Angehörige ehemaliger Häftlinge aus der ganzen Welt nach Flossenbürg, um zusammen mit Vertretern des öffentlichen Lebens an die Befreiung des KZs Flossenbürg zu erinnern.

Das Konzentrationslager Flossenbürg wurde am 23. April 1945 von US-amerikanischen Truppen befreit. Bei ihrer Ankunft fanden Angehörige der 90. US-Infanteriedivision der 3. US-Armee noch etwa 1.500 schwerkranke und geschwächte Häftlinge im Lager vor. Wenige Tage vor Ankunft der US-Amerikaner hatte die SS ungefähr 15.000 Häftlinge des Stammlagers Flossenbürg auf sogenannte Todesmärsche in Richtung Süden getrieben.