Fürth (epd). Die Gesamtkosten der bayerischen Krankenhäuser sind 2020 im Vergleich zum Vorjahr um knapp sechs Prozent gestiegen. Sie lagen 18,83 Milliarden Euro - eine Milliarde mehr als 2019, wie das Bayerische Landesamt für Statistik am Dienstag mitteilte. Größter Posten war das Personal mit 11,71 Milliarden Euro. Die Sachkosten lagen bei 6,86 Milliarden Euro. Aus der jährlich erhobenen Statistik geht außerdem hervor, dass sich im Schnitt seit 2002 alle Kosten verdoppelt haben.

Die Berechnung der Gesamtkosten schließt laut Landesamt auch Ausgaben für nichtstationäre Leistungen, zum Beispiel Ambulanzen oder Forschung und Lehre, ein. Die Kosten der rein stationären Krankenhausversorgung lagen der Statistik zufolge im Jahr 2020 bei 16,25 Milliarden Euro (+6,3 Prozent). Jeder vollstationäre Behandlungsfall habe 2020 durchschnittlich 6.369 Euro gekostet, ein Belegungstag im Durchschnitt 879 Euro.