Oberammergau, München (epd). Die beiden bayerischen Bischöfe Kardinal Reinhard Marx und sein evangelischer Kollege Heinrich Bedford-Strohm werden die Passionsspiele in Oberammergau mit einem ökumenischen Gottesdienst eröffnen. Er findet kurz vor der Premiere des internationalen Großereignisses am 14. Mai um 11 Uhr im Passionstheater der oberbayerischen Gemeinde statt, wie die evangelische und die katholische Kirche am Mittwoch gemeinsam mitteilten. Die Passionsspiele finden nur alle zehn Jahre statt und erzählen die Geschichte vom Leiden, Sterben und der Auferstehung Jesu. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten sie zuletzt um zwei Jahre verschoben werden.

Marx, Erzbischof von München und Freising, und Bedford-Strohm, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB), werden die Predigt gemeinsam halten. Mitgestalten wird den Gottesdienst der anglikanische Erzbischof Thabo Makgoba aus Südafrika, wie es hieß. Zum Friedensgruß wird der Chor der Passionsspiele außerdem das israelische Lied "Shalom alechem" anstimmen, das die Sehnsucht nach Frieden zum Ausdruck bringt.

Rund um die Passionsspiele, die vom 14. Mai bis 2. Oktober stattfinden, bieten die Kirchen ein Rahmenprogramm an. So gibt es Gottesdienste in der evangelisch-lutherischen Kreuzkirche und in der katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul, im Gemeindehaus der Kreuzkirche, das in unmittelbarer Nähe zum Passionstheater steht, besteht in den Spielpausen die Möglichkeit zu Gespräch und Begegnung.

Am Sternplatz in Oberammergau werden Leitworte des Passionsgeschehens an sieben Stationen sichtbar gemacht, regelmäßig finden ökumenische Einführungen ins Passionsspiel statt. Auf einem Passionsweg durch Oberammergau können Besucherinnen und Besucher ihren Bezug zur Passionsgeschichte vertiefen.