Penzberg, München (epd). Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat sich für einen stärkeren Dialog der Religionen ausgesprochen. Dieser sei notwendig, um Vorurteile zu überwinden und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu festigen, sagte Herrmann laut Mitteilung seines Ministeriums am Sonntag beim gemeinsamen Fastenbrechen der Islamischen Gemeinde in Penzberg (Landkreis Weilheim-Schongau). Der Minister bezeichnete das Leben von Gemeinschaft und das Teilen von Bräuchen als die "stärksten Brücken", die gebaut werden könnten.

Fehlendes Wissen über andere mache Menschen empfänglich für Intoleranz und Hetze. "Es ist immer besser, miteinander zu sprechen, statt nur übereinander", erklärte Herrmann. Seiner Einschätzung nach kommt den großen Weltreligionen eine Schlüsselrolle in der freiheitlichen Demokratie zu. Sie stünden für Frieden und Nächstenliebe und seien das Gegenteil von Fanatismus und Gewalt. Ziel sei ein von Respekt und Toleranz geprägtes Zusammenleben in Bayern, bei dem Vielfalt als Bereicherung wahrgenommen werde.