Nürnberg, München (epd). Das Projekt "Stage for Peace" aus Nürnberg gewinnt in diesem Jahr den ersten Preis des "Mosaik Jugendpreises - Mit Vielfalt gegen Rassismus" der Städte München und Nürnberg. Die Initiative organisiert seit 2015 Konzerte, deren gesamter Gewinn Geflüchteten-Initiativen zugutekommt, teilte das Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg am Donnerstag mit. Auch während der Pandemie habe das Projekt seine Arbeit in Social-Media-Kanälen fortgesetzt, über die Situation von Geflüchteten berichtet und eine Spendenauktion veranstaltet. Es erhält 4.000 Euro Preisgeld.
Einen zweiten Preisen erhält "Das SchüPa an der Guardini", das Schülerparlament der Mittelschule an der Guardinistraße in München. Seit Projektstart vor fünf Jahren habe man ein Parlament mit derzeit 18 Abgeordneten und drei Schülersprecherinnen und -sprechern gegründet, in dem mindestens viermal im Jahr über Schulangelegenheiten verhandelt und abgestimmt werde, heißt es in der Mitteilung. Ausgangspunkt für das Demokratieprojekt sei die Überlegung gewesen, dass sich die Kinder und Jugendlichen an der Schule zu wenig einmischen und zu wenig im gesellschaftlichen Diskurs mitwirkten.
"ClubIn Blog - das Sprachrohr für junge Neumünchnerinnen und Neumünchner" erhält ebenfalls einen zweiten Preis. Es will jungen Erwachsenen, die erst seit kurzem in Deutschland leben, eine Plattform geben. Durch persönliche Texte gewähren die Autorinnen und Autoren Einblick in das Leben als Newcomer in München. Die zweiten Preise sind mit 2.000 Euro dotiert.
Der dritte Preis geht an das Projekt "Jüdisches Leben" der Mittelschule Hummelsteiner Weg in Nürnberg. Zwei 8. Klassen, so die Jury, hätten sich intensiv mit jüdischem Leben in ihrer Umgebung früher und heute auseinandergesetzt. Das Projekt für mehr Toleranz erhält 1.000 Euro.
Der Mosaik-Jugendpreis ist dem Gedenken der bayerischen Opfer der rechtsextremen Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) gewidmet. Prämiert werden Projekte von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in München und Nürnberg bis zum Alter von 25 Jahren. Das Preisgeld von insgesamt 9.000 Euro wird je zur Hälfte von den beiden Städten finanziert.