Fürth (epd). Immer mehr Frauen in Bayern studieren heutzutage Naturwissenschaften. Der Frauenanteil im Wintersemester 2024/25 im ersten Hochschulsemester habe bei den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) bei 35,2 Prozent gelegen, teilte das Statistische Landesamt in Fürth am Donnerstag mit.
Der Studienbereich Pharmazie wies demnach bei Studienanfängern mit 80 Prozent den höchsten Frauenanteil auf, gefolgt von Biologie mit 67,3 Prozent (1.163 Frauen), Architektur/Innenarchitektur 62,7 Prozent (618 Frauen), Geografie 59,9 Prozent (468 Personen) und Chemie 50,4 Prozent (537 Frauen). Im Vergleich dazu studierten im Wintersemester 1951/52 insgesamt nur 3.847 Frauen. Sie bevorzugten damals laut Statistischem Landesamt ein Studium der Sprachwissenschaften (Lehrerinnen-Beruf) und waren nur 773 an der Zahl. Das Medizinstudium mit 702 weiblichen Studierenden folgte an zweiter Stelle.
Mehr Frauen als Männer studieren Medizin und Jura
In den Fächern Medizin und Rechtswissenschaft hätten sich unterdessen die Anteile gedreht, wonach inzwischen mehr Frauen als Männer gezählt würden. Bei den Wirtschaftswissenschaften sei das zwar nicht der Fall, aber die Anteile hätten sich deutlich angenähert, hieß es weiter.
Im Wintersemester 2025/26 sind laut Statistik insgesamt 49,2 Prozent aller 404.320 Studierenden an den Hochschulen in Bayern weiblich. Im Prüfungsjahr 2024 seien insgesamt 77.781 erfolgreiche Abschlüsse vergeben worden. Davon erzielten die Frauen mehr als die Hälfte. In den MINT-Fächern lag ihr Anteil bei 32,1 Prozent.