Aschaffenburg (epd). Ein Trinkwasserspeicher im Hafenlohrtal ist endgültig vom Tisch. Wie der Bund Naturschutz (BN) am Montag mitteilte, hat der Regionale Planungsverband für die Region Würzburg am Montag die Streichung beschlossen und damit einen Beschluss aus dem Jahr 2007 bestätigt. Bereits im Jahr 2008 hatte sich die Bayerische Staatsregierung dem angeschlossen. "Ein Hafenlohrtalspeicher wäre mit enormen Eingriffen in das ursprüngliche Hafenlohrtal und dem Verlust wertvollster Lebens- und Erholungsräume verbunden gewesen", sagte Richard Mergner, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz.

Die immer wieder aufgetauchte Idee, irgendwann doch noch einen Stausee im Spessart zu bauen, sei nun beerdigt, sagte Sebastian Schönauer, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Hafenlohrtal und stellvertretender BN-Landesvorsitzender. Der Wasserrückhalt in der Landschaft und die Erhaltung und Sanierung der Grund- und Trinkwasserressourcen in Unterfranken seien wichtig. Steffen Jodl, BN-Regionalreferent für Unterfranken, forderte, dass die Genehmigungsbehörden und die Staatsregierung dieses wasserwirtschaftliche Ziel nun durch klare Vorgaben zum Gewässerschutz und zu einem nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser weiter umsetzen.

Die Aktionsgemeinschaft hatte jahrzehntelang gegen das Projekt Trinkwasserspeicher im Hafenlohrtal gekämpft und war dabei auch von den Kirchen stark unterstützt worden.