München (epd). Der bayerische Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek (CSU) hat bei einem Staatsempfang am Donnerstag in München das Bayerische Hospiz- und Palliativbündnis (BHPB) gewürdigt. Zum zehnjährigen Bestehen des Bündnisses sagte der Minister laut einer Mitteilung, "schwerstkranke und sterbende Menschen brauchen Unterstützung und die Gewissheit, dass sie in ihrer letzten Lebensphase nicht alleine sind, sondern umfassend versorgt werden". Bayern habe eine leistungsfähige Hospiz- und Palliativversorgung. Man wolle die Strukturen noch weiter entwickeln.
Das Bündnis habe einen wichtigen Beitrag geleistet, dass im Freistaat in allen Regionen ein dichtes Netz aus Pflege, Medizin, Seelsorge und Ehrenamt entstanden sei, erklärte Holetschek. Es unterstütze auch Kommunen beim Aufbau und bei der Koordination hospizlicher und palliativer Netzwerke. Bei dem Staatsempfang, der bereits im Herbst 2020 stattfinden sollte, fügte der Minister hinzu, das Bündnis habe sich auch in der Corona-Pandemie als wertvoller Ansprechpartner des Ministeriums erwiesen. "Das betraf zum Beispiel die schwierigen Fragen rund um die Sterbebegleitung in Pandemiezeiten. Hier gab es viele auch schmerzliche Herausforderungen, die in einem engen, vertrauensvollen Austausch besser zu bewältigen waren."
Das Bayerische Hospiz- und Palliativbündnis wurde 2010 ins Leben gerufen, heißt es in der Mitteilung. Gründungsmitglieder waren der Bayerische Hospiz- und Palliativverband, der Landes-Caritasverband Bayern und das Diakonische Werk Bayern. Die Aktivitäten der einzelnen Anbieter von Hospiz- und Palliativversorgung sollten gebündelt werden, um Menschen am Ende ihres Lebens bestmöglich zu betreuen.