Regensburg (epd). Die "Schützenlisl" ist die Symbolfigur der bayerischen Wirtshäuser. Das fünf Meter hohe Gemälde, auf dem die Schützenlisl auf einem Bierfass balanciert und schäumende Maßkrüge trägt, ist am Donnerstag nach Regensburg in das Haus der Bayerischen Geschichte gekommen, wie dieses mitteilte. Für die Bayernausstellung "Wirtshaussterben? Wirtshausleben!", die von 30. April bis 11. Dezember im Donausaal des Hauses der Bayerischen Geschichte in Regensburg präsentiert wird, ist sie das zentrale Motiv.

Der Münchner Malerfürst Friedrich August von Kaulbach (1850-1920) porträtierte das fesche Biermadl Coletta Möritz und schuf nach ihrem Vorbild ein riesiges Fassadengemälde für das VII. Deutsche Bundesschießen auf der Theresienwiese im Jahr 1881. Bei diesem deutschlandweiten Schützenfest zierte die Schützenlisl den Turm der gleichnamigen, eigens vom Architekten Gabriel von Seidl (1848-1913) entworfenen Wirtschaft.

Der Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, Richard Loibl, hob bei seiner Einführung laut Mitteilung die große Bedeutung der Leihgabe für die Ausstellung in Regensburg hervor: "Wir sind sehr stolz darauf, dass wir mit dem Gemälde der Schützenlisl in unserer Bayernausstellung in Regensburg eine Ikone der Wirtshauswerbung zeigen können."