Nürnberg, Augsburg (epd). Die Diakonie Bayern sammelt in diesem Frühjahr Spenden für die Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit (KASA). Sie biete eine erste Anlaufstelle und schnelle unbürokratische Beratung, Vermittlung und Unterstützung, um Menschen zu helfen, ihren Alltag zu bewältigen, teilte die Diakonie Bayern am Dienstag in Nürnberg mit. Die Frühjahrssammlung findet von 28. März bis 7. April in ganz Bayern statt und startet mit einem Eröffnungsgottesdienst am Sonntag (27. März) in Augsburg in der Dreifaltigkeitskirche Gögginen mit Dekan Michael Thoma und Diakonie-Präsident Michael Bammessel.
War es vor der Corona-Krise schon für viele schwer, finanziell über die Runden zu kommen, ist es seit der Pandemie noch schwieriger geworden, so die Diakonie. Und auch trotz weggefallener Corona-Einschränkungen blieben die Folgen der Pandemie noch lange spürbar. Hier sei die KASA für viele erste Ansprechpartnerin.
Zusätzlich engagierten sich viele KASA-Stellen nun in der Betreuung und Versorgung von Flüchtlingen aus den ukrainischen Kriegsgebieten. In immer mehr der derzeit 35 KASA-Beratungsstellen an insgesamt 102 Orten in Bayern suchten Betroffene Rat und praktische Unterstützung.
Im Jahr 2020 wandten sich laut Mitteilung insgesamt über 12.300 Ratsuchende an die knapp 140 KASA-Fachkräfte. Zusätzlich engagieren sich die Beraterinnen und Berater in 120 armutsorientierten Projekten wie Tafeln, Diakonieläden, Mittagstischen, Tauschbörsen, Werkstätten oder Quartierstreffs. Beteiligt seien über 1.700 Ehrenamtliche mit über 58.000 Einsatzstunden.
Im Jahr 2020 betrug der Sammlungsertrag knapp 355.000 Euro, 75.000 Euro mehr als im Jahr zuvor.