München (epd). Die Diakonie München und Oberbayern will einen Spendenfonds "Hilfe für Frauen in Not" auflegen. Damit solle Frauen in akuten Krisensituationen "unbürokratisch, unmittelbar und wirksam" geholfen werden, teilte der Wohlfahrtsverband in einer Pressemitteilung vom Donnerstag mit. Oft gehe es um wenige hundert Euro, mit denen man kurzfristig eine Stromsperre oder eine Wohnungskündigung abwenden oder medizinische Versorgung sicherstellen könne. Zielgruppe des Fonds sind den Angaben zufolge Frauen, die bereits in verschiedenen Hilfsangeboten der Diakonie begleitet werden.

Manche Frauen müssten mit ihren Kindern wegen eines gewalttätigen Partners kurzfristig ausziehen oder gerieten durch Krankheit oder Jobverlust in eine existenzielle Krise. Hilfeleistungen staatlicher Stellen bräuchten jedoch Zeit, so die Diakonie. Bis die Ansprüche geklärt seien, fehlten den Betroffenen häufig Mittel für Stromrechnung, Miete, Arnzeikosten. "Schon 50 Euro können eine Stromsperre verhindern. 100 oder 200 Euro können helfen, eine Wohnung zu sichern", heißt es weiter. Der Fonds soll aus Spenden finanziert werden.