Stuttgart (epd). Die Chefin der württembergischen Diakonie, Annette Noller, hat das Corona-Soforthilfe-Programm "Mutmacher" von Landeskirche und Diakonie als Erfolg gewertet. Bisher seien über 9.000 Anträge eingegangen, sagte sie vor dem Kirchenparlament, der Landessynode in Stuttgart. "Es hat in den letzten Jahren keine Nothilfeaktion gegeben, die eine derart breite positive Reaktion hervorrief." Klienten in der Wohnungsnotfallhilfe hätten es zum Teil nicht fassen können, dass Kirche an sie denkt, so die Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Württemberg.

Die Anträge zeigten, dass Familien, Alleinerziehende und Menschen ohne Arbeit von den Folgen der Pandemie in besonderer Weise betroffen sind. Die Hartz-IV-Regelsätze seien so gering bemessen, dass Krisen nicht abgefedert werden können. Aber auch Menschen aus der Mittelschicht kämen in Not, was die Zahlen zu Menschen in Kurzarbeit zeigten und von denen, die Arbeitslosengeld beziehen.

Der "Mutmacher" ist ein Fonds für Nothilfe, der Menschen in existenzieller Not helfen soll, Lebensmittel, Hygieneartikel, Heizung oder auch technische Geräte für den Unterricht zu Hause bezahlen zu können. Von der Landeskirche wurden für den Fonds eine Million Euro zur Verfügung gestellt, hinzu kamen Spenden von 60.000 Euro.