München (epd). Beim Blitzmarathon in Bayern hat die Polizei fast 10.000 Raser erwischt. Dies seien fast 40 Prozent mehr als im Vorjahr, als rund 7.000 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt worden seien, teilte Bayerns Innenstaatssekretär Sandro Kirchner (CSU) am Freitag mit. Der 24-Stunden-Blitzmarathon fand am 24. und 25. März in ganz Europa statt. Gemessen wurde in Bayern an rund 2.200 möglichen Messstellen - vor allem auf den Landstraßen.
Wegen der hohen Zahl an Geschwindigkeitsverstößen werde man in Bayern auch über den Blitzmarathon hinweg wieder stärker kontrollieren, kündigte Kirchner an. Man müsse das Bewusstsein für notwendige Tempolimits schärfen, denn "für rund ein Viertel der Verkehrstoten auf Bayerns Straßen ist zu schnelles Fahren verantwortlich". Im vergangenen Jahr starben seinen Angaben zufolge in Bayern insgesamt 109 Personen durch Geschwindigkeitsunfälle.
Am schnellsten war laut Innenministerium diesmal übrigens ein Fahrer in der Nähe von Unterhaching bei München unterwegs: Er fuhr 190 Stundenkilometer statt der erlaubten 80. Dem Fahrer drohen nun eine Geldbuße von 1.400 Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein dreimonatiges Fahrverbot.