München (epd). Der Bayerische Jugendring (BJR) hat die bayerische Regierung zur Regenbogen-Beflaggung an Gebäuden des Freistaats aufgefordert. Anlass für die Forderung ist die Entscheidung von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), zu bestimmten Anlässen Bundesgebäude mit der Regenbogenfahne zu beflaggen, teilte der BJR am Mittwoch mit. Faesers Vorstoß sei "goldrichtig", sagte BJR-Geschäftsführerin Gabriele Weitzmann: "Jetzt muss Bayern nachziehen, Farben bekennen und zeigen, dass der Freistaat genauso für Vielfalt und Toleranz steht wie der Bund."
Bereits im März hatte die BJR-Vollversammlung eine Regenbogen-Beflaggung zum Christopher-Street-Gedenktag am 28. Juni angemahnt und eine Ergänzung der Flaggen-Verwaltungsanordnung in Bayern gefordert. Weitzmann betonte, der BJR stehe als Zusammenschluss von jungen Menschen "für eine offene, tolerante und vielfältige Gesellschaft, in der sich alle frei entwickeln und selbst verwirklichen können". Vielfalt sei eine Bereicherung. Mit dieser Haltung stellen man sich gegen jedwede Diskriminierung: "Es wäre schön, wenn Bayern ebenfalls in dieser Form Haltung zeigt."
Die Regenbogenflagge ist zum Symbol der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender-, Intersexuellen- und queeren Personen geworden. Die erste Regenbogenflagge wurde 1978 bei der Kundgebung zum "San Francisco Pride" getragen. Heute ist sie vor allem auf dem "Christopher Street Day" zu sehen, dem Fest-, Gedenk- und Demonstrationstag der LSBTIQ-Community, teilte der BJR weiter mit.