München (epd). Der Bayerische Integrationsrat widmet sich in seiner kommenden Sitzung am 4. April dem Antiziganismus. Es sei wichtig, sich auch mit der Diskriminierung kleinerer gesellschaftlicher Gruppen auseinanderzusetzen, die nicht den täglichen Diskurs bestimmen, sagte die Vorsitzende Gudrun Brendel-Fischer laut Mitteilung vom Mittwoch. Die CSU-Landtagsabgeordnete ist zugleich Integrationsbeauftragte der bayerischen Staatsregierung.

Bei dem Treffen werde auch der Politikwissenschaftler Radoslav Ganev, der selbst Rom ist, sprechen, heißt es. Ganev hat den Münchner gemeinnützigen Verein "RomAnity" gegründet, um Vorurteile gegenüber Sinti und Roma abzubauen, um ihre Verfolgung im Nationalsozialismus aufarbeiten und um Einblicke in ihre Lebens- und Gedankenwelt zu geben. Am 8. April ist der Internationale Tag der Roma.

Im Bayerischen Integrationsrat sitzen mehr als 80 Expertinnen und Experten aus Verbänden, Politik, Verwaltung, Kommunen, gesellschaftlichen Institutionen und Wissenschaft. Ihr Ziel ist eine bessere Integrationsarbeit in Bayern, außerdem beraten sie die Integrationsbeauftragte Brendel-Fischer.