München (epd). Zum 50. Jubiläum der Olympischen Spiele in München zeigt die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) ab 11. Mai eine Fotoausstellung. Man wolle die Münchner Spiele in ihrer gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Dimension Revue passieren lassen, teilte die Staatsbibliothek am Montag mit. Die Ausstellung "Olympia 72 in Bildern. Fotografien aus den Sammlungen der Bayerischen Staatsbibliothek" ist bis 4. September zu sehen. Die meisten der teilweise noch nie veröffentlichten Aufnahmen stammten aus Fotosammlungen, die die BSB erst kürzlich erworben habe. Insgesamt seien 140 Fotografien aus den Jahren 1965 bis 1973 zu sehen.
Die Fotos stammten von Münchner Fotografinnen und Fotografen wie Max Prugger, Karsten de Riese, Georg Fruhstorfer und Felicitas Timpe, heißt es weiter. Außerdem seien Fotografien aus dem analogen "Stern"-Fotoarchiv zu sehen, das die BSB 2019 übernommen habe. Gebündelt werden die Bilder in fünf Modulen: die Stadtentwicklung Münchens durch die Olympischen Spiele mit Bau von U- und S-Bahn, die Entstehung des Olympiageländes mit Wettkampfstätten und Wohnanlagen, das weltoffene kulturelle Angebot sowie die Medienpräsenz, das Attentat auf die israelische Mannschaft am 5. September und die spätere Nutzung des Olympiageländes.
Die Bayerische Staatsbibliothek, wurde 1558 als Hofbibliothek gegründet und ist eigenen Angaben zufolge mit 36,8 Millionen Medieneinheiten die größte wissenschaftliche Universalbibliothek Deutschlands und eine der international bedeutendsten Forschungsbibliotheken. Mit 2,77 Millionen digitalisierten Werken verfügt sie über den größten digitalen Datenbestand aller deutschen Bibliotheken.