München (epd). Der Bayerische Jugendring (BJR) hat erneut den Ausbau der Windenergie in Bayern gefordert. Dafür sei dringend notwendig, die 10H-Regel abzuschaffen, teilte der BJR am Dienstag mit. Angesichts des Krieges in der Ukraine könne man deutlich sehen, wie abhängig der Freistaat noch immer davon sei, fossile Energieträger wie Kohle, Öl und Gas zu importieren.
Windräder seien "ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu Klimagerechtigkeit und einer lebenswerten Zukunft für alle jungen Menschen und die folgenden Generationen", sagte die stellvertretende Landesjugendleiterin der Jugend des Deutschen Alpenvereins, Annika Quantz. Die 10H-Regel, die besagt, dass Windräder mindestens zehnmal so weit von bewohnten Häusern entfernt sein müssen, wie sie hoch sind, blockiere den Bau und müsse weichen.
Landesjugendleiter der Naturschutzjugend im Landesbund für Vogelschutz in Bayern, Tobias Guggenmos, sieht in Bayern ein großes Potential für Windkraft: Auch unter Einhaltung strenger Arten- und Naturschutzvorgaben ständen hier ausreichend Flächen für den Ausbau von Windenergie zur Verfügung.