Nürnberg (epd). Zum 100. Geburtstag des Spieleerfinders Alexander Randolph (1922 bis 2004) zeigt das Deutsche Spielearchiv in Nürnberg einen Teil seines Nachlasses in einer Ausstellung. Ab 7. Mai sind auch Prototypen der Spieleklassiker zu sehen, teilten die Nürnberger Museen am Dienstag mit. Zu Randolphs Spieleerfindungen gehören "Inkognito", "Tempo, kleine Schnecke!", "Sagaland", "Hol's der Geier" oder "Rüsselbande". Die kleine Ausstellung "Jeder trägt ein Spiel in sich!" soll bis zum 31. Dezember zu sehen sein.

Alexander Randolph war eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Spielewelt. Über 100 seiner Spiele sind im Lauf seines Lebens bei Spieleverlagen erschienen. In seinen Erfindungen erkenne man traditionelle japanische Einflüsse, aber auch die Tradition der Spionagethriller oder europäische Märchen und Sagen. Abstraktion und Minimalismus würden auf Liebe zum Detail treffen, Haptik und Optik seien so eng mit den Spielregeln verschränkt wie bei kaum einem anderen Spieleerfinder, deren Zunft er mitbegründete, erklärte das Spielearchiv.

Ein Programm aus Führungen, offenen Spielangeboten sowie buchbaren Schulklassenangeboten und kreativen Workshops ergänze die Ausstellung rund ums Spieleerfinden.