München (epd). Die bayerische Polizei und kommunale Ordnungsbehörden beteiligen sich auch in diesem Jahr wieder am sogenannten Blitzmarathon. Die großangelegte Geschwindigkeitskontrolle startet am Donnerstag (24. März) um 6 Uhr und dauert 24 Stunden, wie das Innenministerium am Mittwoch in München mitteilte. An rund 2.200 möglichen Messstellen in ganz Bayern - vor allem auf den Landstraßen - werde die Einhaltung von Tempolimits im Rahmen des europaweiten Aktionstags "Speedmarathon" des Verkehrspolizei-Netzwerks "Roadpol" überprüft, hieß es weiter.

Ziel sei es nicht, möglichst viele Bußgelder zu kassieren oder Verwarnungen auszusprechen, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Deshalb würden alle möglichen Messstellen vorab auf der Internetseite des Ministeriums veröffentlicht. Vielmehr wolle man "alle Verkehrsteilnehmer wachrütteln, sich unbedingt an die Tempolimits zu halten". Rund ein Viertel aller Verkehrstoten auf Bayerns Straßen gehe auf zu schnelles Fahren zurück. Alleine im vergangenen Jahr seien 109 der 443 Verkehrstoten "durch Geschwindigkeitsunfälle getötet" worden, erläuterte Herrmann.

Beim Blitzmarathon 2021 habe die Polizei vom 21. auf den 22. April innerhalb von 24 Stunden trotz der damals ebenfalls vorab veröffentlichten möglichen Messpunkte mehr als 7.000 Temposünder erwischt. Den traurigen Höchstwert habe dabei ein Motorradfahrer auf der Staatsstraße 2020 in der Nähe des schwäbischen Günzburg mit 231 Kilometern pro Stunde statt der erlaubten 100 erreicht, teilte das Ministerium weiter mit.