München (epd). Das Architekturbüro allmannwappner hat den Wettbewerb für das geplante dritte stationäre Hospiz in München gewonnen. Der Entwurf des Münchner Büros habe die Jury durch ein "attraktives Konstruktions- und Materialkonzept" überzeugt, teilte der Bauherr, der ambulante Hospizverein "DaSein", in einer Pressemitteilung vom Montagabend mit. Der Clou des Entwurfs sei die Begrünung der beiden oberen Stockwerke, in denen sich die Hospiz- und Gästezimmer befinden. Durch den großzügigen Lichteinfall und die begrünte Fassade entstehe für die Gäste in der "Baumkrone" des Hauses "das Gefühl eines schützenden Nestes", sagte Katharina Rizzi, Geschäftsführerin von DaSein e.V.

Entstehen soll das "HospizHaus des Lebens" auf einem Grundstück der evangelischen Lutherkirche im Münchner Stadtteil Giesing. Weil die Gemeinde ihre Aktivitäten in einem neuen Zentrum konzentriert, will "DaSein e.V." das Eckgrundstück des ehemaligen Gemeindehauses in Erbpacht übernehmen. Im Februar hatte die Stadtplanungskommission grundsätzlich grünes Licht für das Vorhaben gegeben.

Benötigt werden die geplanten zwölf Hospizbetten dringend: Bislang gibt es für 1,5 Millionen Einwohner in München nur 28 stationäre Hospizplätze. "DaSein e.V." will das Hospiz mithilfe von Spenden bauen. Eine Zusage in Millionenhöhe hat bereits die Paula Kubitscheck-Vogel-Stiftung gegeben. Neben dem stationären Hospiz soll das Zentrum auch Beratungs- und Therapieangebote umfassen, eine ambulante Tagespflege sowie ein Café, das die Menschen im Stadtviertel zur Begegnung einladen soll.