Fürth (epd). Alleinerziehende Mütter sind auch in Bayern immer noch besonders stark von Armut betroffen. Im vergangenen Jahr mussten 41 Prozent von ihnen mit weniger als 1.500 Euro im Monat auskommen, wie das Bayerische Landesamt für Statistik am Donnerstag mitteilte. Mehr als die Hälfte der erwerbstätigen alleinerziehenden Mütter - nämlich 57 Prozent - arbeitete in Teilzeit.

Alleinerziehend zu sein, ist weiterhin ein typisch weibliches Phänomen: Laut Mikrozensus-Umfrage bilden Frauen mit 84 Prozent den Großteil der Alleinerziehenden im Freistaat. Sind Männer alleinerziehend, dann stehen sie finanziell besser da: 90 Prozent von ihnen arbeiten in Vollzeit, 81 Prozent hätten im Monat demzufolge mehr als 1.500 Euro zur Verfügung.

Insgesamt gibt es in Bayern laut den Statistikern rund 1,9 Millionen Familien mit Kindern. Knapp ein Fünftel von ihnen sind Familien mit einem alleinerziehenden Elternteil. Mehr als 80 Prozent der Familien haben zwei erziehende Elternteile.