Ein Wohnprojekt in Fürth für insgesamt rund 31 Millionen Euro hat das Evangelische Siedlungswerk Bayern am Donnerstag offiziell begonnen. Auf einer ehemaligen Gewerbefläche entstünden 45 Doppel- und Reihenhäuser, teilte das ESW mit. Der Bau von Eigenheimen dürfe in seiner Bedeutung nicht unterschätzt werden, sagte ESW-Geschäftsführer Hannes B. Erhardt. Die Käuferinnen und Käufer der Häuser machten wiederum dringend benötigte Mietwohnungen frei. Die Eigenheime ab 108 Quadratmeter Wohnfläche mit Carport gebe es schlüsselfertig ab 597.000 Euro.

In den vergangenen Jahren habe das ESW auf den rund 18.600 Quadratmetern Gewerbefläche bereits 152 Mietwohnungen, eine Kita und eine heilpädagogische Tagesstätte errichtet. Das Projekt "Westwinkel" spiegle genau das wider, wofür auch die Stadt Fürth selbst ein gutes Beispiel sei, sagte Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) beim Spatenstich. Es sei ein gemischtes Viertel, in dem verschiedene Bevölkerungsschichten miteinander lebten, sich kennenlernten und sich helfen: "Das ist der Weg, den wir uns für alle Viertel wünschen: Miteinander statt Abgrenzung".

Die ESW-Unternehmensgruppe hat nach eigenen Angaben in den letzten Jahren zum Einwohnerwachstum der Stadt Fürth beigetragen: Zusätzlich den genannten Wohnungen und Häusern habe man rund 100 Mietwohnungen, 60 Eigenheime und 100 neue Kitaplätze geschaffen, hieß es. Das ESW, dessen größter Gesellschafter mit 90 Prozent die bayerische Landeskirche ist, besitzt und verwaltet insgesamt rund 8.000 Wohneinheiten und 287 Gewerbeeinheiten in ganz Bayern. Es beschäftigt 335 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.