Die handwerks- und medizinhistorische Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum (GNM) in Nürnberg können Besucherinnen und Besucher voraussichtlich ab Juli wieder sehen. Wie das Museum am Freitag mitteilte, sind die Baumaßnahmen dort soweit abgeschlossen. Neu ist, dass die Traditionen des Handwerks und der Medizin nicht mehr nebeneinander, sondern stärker verzahnt gezeigt werden. "Es waren dieselben Handwerker, die robuste Arbeitsgeräte, aber auch feingliedrige medizinische Instrumente fertigten", heißt es in der Mitteilung.
Zangen und Hobel, Amputationssägen und ein Hebammenkoffer, aber auch prunkvoll verzierte Repräsentationsstücke wie Zunftladen und Trinkpokale seien zu sehen. Rund 400 Exponate aus dem 15. bis 19. Jahrhundert, ergänzt um zeitgenössische Gegenstücke, werden in der Neupräsentation von der langen Tradition des Handwerks und der Medizin erzählen. Einen konkreten Wiedereröffnungstermin für die Sammlungen nennt das Museum noch nicht.
Im Germanischen Nationalmuseum finden derzeit umfangreiche Baumaßnahmen statt. Die nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene Mittelalterhalle, die an den Kern des Museums, ein Kartäuserkloster, anschließt, wird bis voraussichtlich Anfang 2024 saniert. In zwei Bauabschnitten sollen dann große Teile der Klosteranlage mit der Kirche bis 2028 renoviert werden, hieß es. Bereits ab Anfang April 2022 werde in einer Sonderausstellung "Das Mittelalter. Die Kunst des 15. Jahrhunderts" auch ein erster Einblick in das zukünftige Konzept gegeben.