In diesem Jahr startet der offene Ideen- und Realisierungswettbewerb für den historischen Saal 600, in dem von 1945 bis 1946 der Hauptkriegsverbrecherprozess vor dem Internationalen Militärgerichtshof stattfand. Das teilte die SPD-Stadtratsfraktion am Freitag mit. Seit März 2020 wird der Schwurgerichtssaal im Nürnberger Justizpalast nicht mehr für Gerichtsverhandlungen genutzt und dient als Erinnerungsort des Memoriums Nürnberger Prozesse.
Rund um den Vorplatz solle ein Besucherzentrum entstehen, das "die weltgeschichtliche Bedeutung dieses Ortes nach außen in die Öffentlichkeit trägt", erklärte der Fraktionsvorsitzende Thorsten Brehm. Der Antrag zur Aufnahme des Justizpalastes mit dem Saal 600 sowie dem historischen Zellengefängnis als UNESCO-Weltkulturerbe läuft noch.