Schockiert über den Krieg Russlands gegen die Ukraine, aber auch über den sexuellen Missbrauch in der Kirche hat sich die Frühjahrsvollversammlung des Diözesanrats im Erzbistum München und Freising geäußert. Hans Tremmel, Vorsitzender des Laiengremiums, nannte bei der Tagung in Moosburg am Samstag den russischen Angriff einen "barbarischen Gewaltexzess", den der Diözesanrat aufs Allerschärfste verurteile. Man unterstütze in der Erzdiözese Gebetsaktionen, Hilfeaufrufe und Angebote für die Geflüchteten, sagte er laut kirchlicher Mitteilung.

Trotz des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche blickt Tremmel positiv nach vorne: "Bei allem Negativen in der Kirche gibt mir der Synodale Weg Zuversicht, weil die Repräsentanten des Volkes Gottes - und dazu zähle ich selbstverständlich eben auch die Bischöfe - deutlich gemacht haben, dass sie mit großer, mit überwältigender Mehrheit notwendige Reformen wollen und auch zu klarer Umsetzung bereit sind", sagte er. Die Umsetzung müsse nun aber auch zeitnah sichtbar werden, betonte der Diözesanratsvorsitzende.

Der Diözesanrat der Katholiken ist das oberste Laiengremium der Erzdiözese. Die mehr als 200 Mitglieder treffen sich jeweils im Frühjahr und im Herbst zu ihren Vollversammlungen.