Sommerzeit ist Lesezeit: im Urlaub am Meer, im Freibad, auf dem Balkon oder an einem langen Abend im Garten. Wer noch nach der passenden Lektüre sucht, findet hier fünf ganz unterschiedliche Bücher – von leichter Italiensehnsucht über erste Liebe bis zu düsteren Geschichten voller Spannung. Eines haben sie gemeinsam: Sie lassen uns für ein paar Stunden den Alltag vergessen.

1. "Ein Sommer in Italien" von Rebecca Serle

Manche Bücher fühlen sich an wie ein Kurzurlaub – genau dazu gehört "Ein Sommer in Italien" von Rebecca Serle.

Nach dem Tod ihrer Mutter reist Katy allein nach Positano an die italienische Amalfiküste. Eigentlich sollte diese Reise ein gemeinsames Erlebnis werden, doch nun muss sie sich ihrer Trauer stellen. In der malerischen Kulisse aus türkisblauem Meer, verwinkelten Gassen und mediterraner Lebensfreude geschieht jedoch etwas Unerwartetes: Katy begegnet ihrer Mutter – allerdings so, wie diese mit dreißig Jahren war.

Rebecca Serle verbindet auf eindrucksvolle Weise Sommerromantik, Familiengeschichte und einen Hauch Magie. Dabei geht es nicht nur um die Schönheit Italiens, sondern auch um die Frage, wie gut wir die Menschen eigentlich kennen, die wir lieben.

Wer sich nach Sonne, Meer und italienischem Flair sehnt, findet in "Ein Sommer in Italien" eine wunderbare Begleitung für Sommerabende auf dem Balkon oder im Garten. Nach wenigen Seiten möchte man am liebsten selbst die Koffer packen und nach Positano reisen.

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2. Der große Sommer von Ewald Arenz

Frieder ist siebzehn und steht kurz vor den großen Ferien. Doch statt unbeschwerter Sommerfreude erwarten ihn zunächst Nachprüfungen und die Sorge, das Schuljahr nicht zu schaffen. Dann lernt er Beate kennen, und plötzlich scheint dieser Sommer voller Möglichkeiten zu sein. Zwischen Freibad, Radtouren, ersten Gefühlen und langen Gesprächen erlebt er einen Sommer, der ihn nachhaltig verändern wird.

Ewald Arenz erzählt mit viel Wärme und Feingefühl von Freundschaft, erster Liebe, Freiheit und den kleinen Momenten, die man nie wieder vergisst. Dabei gelingt es ihm, die besondere Stimmung eines Sommers einzufangen, in dem die Tage endlos erscheinen und sich das Leben gleichzeitig zum ersten Mal wirklich ernst anfühlt.

Wer sich nach einem Buch sehnt, das nach Sonne, warmem Asphalt, Freibad und langen Abenden im Freien klingt, findet in "Der große Sommer" genau das. Eine Geschichte zum Zurücklehnen, Eintauchen und Erinnern – und vielleicht auch zum Nachdenken über den eigenen "großen Sommer".

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3. "Herzgespinst" von Usch Luhn

Manche Sommer beginnen leicht und unbeschwert – und nehmen plötzlich eine ganz andere Wendung. "Herzgespinst" von Usch Luhn erzählt von Freundschaft, erster Liebe und einem Geheimnis, das alles verändert.

Oliver und Julia kennen sich seit ihrer Kindheit und sind wie Bruder und Schwester füreinander. Doch in diesem Sommer gerät ihre Beziehung aus dem Gleichgewicht. Oliver verliebt sich in die geheimnisvolle Shiva und teilt seine neuen Gefühle mit Julia. Kurz darauf wird Shiva tot aufgefunden und plötzlich gerät Oliver selbst unter Verdacht. Aus einem Sommer voller neuer Gefühle wird ein Albtraum.

Usch Luhn verbindet in "Herzgespinst" eine komplizierte Freundschaft mit erster Liebe, Eifersucht und den dunklen Seiten menschlicher Beziehungen. Je mehr Oliver versucht herauszufinden, was wirklich passiert ist, desto stärker wächst das Gefühl, dass längst nicht alles so ist, wie es scheint.

Wer an einem warmen Sommerabend lieber zu einem spannenden Thriller greift als zu einem leichten Sommerroman, ist mit "Herzgespinst" gut aufgehoben. Die Geschichte sorgt für eine düstere Atmosphäre, überraschende Wendungen und genau die richtige Portion Nervenkitzel, um beim Lesen alles um sich herum zu vergessen.

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4. "The Girls" von Emma Cline

Manche Bücher entführen in einen Sommer, der auf den ersten Blick nach Freiheit und Abenteuer klingt – und sich langsam in etwas Unheimliches verwandelt. Genau das gelingt Emma Cline mit "The Girls".

Die 14-jährige Evie Boyd verbringt einen scheinbar gewöhnlichen Sommer in Kalifornien, als sie auf eine Gruppe junger Frauen trifft. Die Mädchen leben frei und unangepasst auf einer abgelegenen Ranch, fern von den Regeln der Erwachsenenwelt. Fasziniert von ihrer scheinbaren Unabhängigkeit, beginnt Evie immer mehr in diese Welt hineinzurutschen. Doch hinter der vermeintlichen Freiheit verbirgt sich eine gefährliche Dynamik, die schließlich in Gewalt und einem grausamen Verbrechen endet.

Emma Cline erzählt eindringlich von jugendlicher Sehnsucht, dem Wunsch dazuzugehören und der gefährlichen Faszination, die von Menschen ausgehen kann, die scheinbar alles wagen. Dabei ist "The Girls" weniger ein klassischer Thriller als eine atmosphärische Geschichte über das Erwachsenwerden und die Frage, wie weit man geht, um gesehen und geliebt zu werden.

Wer für einen Sommerabend ein Buch mit kalifornischer Hitze, flirrender Atmosphäre und einer zunehmend beklemmenden Spannung sucht, findet in "The Girls" eine fesselnde Lektüre. 

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5. "It’s Time to Move On" von Larissa Braun

Manche Bücher bleiben einem nicht nur wegen ihrer Geschichte im Gedächtnis, sondern weil sie mit einem ganz bestimmten Gefühl verbunden sind. "It’s Time to Move On" von Larissa Braun ist für mich genau so ein Buch.

Ich habe es mit 13 in den Sommerferien gelesen – abends, draußen auf der Terrasse, wenn der Tag langsam kühler wurde und man eigentlich noch nicht ins Haus wollte. Es war eines der ersten Bücher, bei denen ich wirklich in der Geschichte versunken bin. 

"It’s Time to Move On" erzählt von Faye, die unter Depressionen leidet und in eine Klinik kommt. Dort begegnet sie Cailan, der ebenfalls mit seinen eigenen Problemen und seiner Vergangenheit zu kämpfen hat. Zwischen den beiden entwickelt sich eine besondere Verbindung, die Faye dabei hilft, ihre eigene Situation aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Doch ihre Beziehung ist nicht einfach, denn beide tragen ihre eigenen Ängste, Verletzungen und Unsicherheiten mit sich.

Larissa Braun erzählt dabei nicht nur von einer Liebesgeschichte, sondern vor allem von zwei jungen Menschen, die versuchen, mit dem Leben und mit sich selbst zurechtzukommen. Es geht um psychische Gesundheit, Nähe, Vertrauen und die Frage, wie schwer es manchmal sein kann, Vergangenes loszulassen und trotzdem nach vorne zu schauen.

Für mich wird dieses Buch immer ein Stück Sommer bleiben: warme Abende, die Terrasse, ein Buch in der Hand und dieses besondere Gefühl, wenn man plötzlich merkt, wie sehr Lesen einen mitnehmen kann. Vielleicht ist genau das die schönste Eigenschaft eines Buches – dass man Jahre später nicht nur weiß, worum es ging, sondern sich auch noch daran erinnert, wo man war, als man es gelesen hat.

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