München (epd). Im vergangenen Jahr sind so wenige Menschen auf Bayerns Straßen ums Leben gekommen wie noch nie. 443 Personen wurden 2021 bei Verkehrsunfällen getötet, im Jahr 2020 waren es noch 484, teilte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik 2021 mit. Auch die Zahl der Verletzten sei zurückgegangen: um knapp ein Prozent auf insgesamt 56.683. Dafür hat es insgesamt aber mehr Unfälle gegeben - nämlich 359.002, ein Plus von 3,9 Prozent. Die Unfallaufzeichnung in Bayern wurde vor mehr als 65 Jahren eingeführt.

Als Gründe für den Rückgang an Toten und Verletzten nannte Herrmann unter anderem die immer sicherer werdenden Fahrzeuge und das coronabedingte geringere Verkehrsaufkommen. Häufigste Todesursache bei Verkehrsunfällen waren erneut zu hohe oder nicht angepasste Geschwindigkeit. Sie machten rund ein Viertel der tödlichen Verkehrsunfälle aus.

Deutliche Worte fand Herrmann auch für Gurtmuffel: "Dieser vermeidbare Leichtsinn hat im vergangenen Jahr 59 Menschen das Leben gekostet, fast ein Drittel mehr als im Vorjahr mit 44." 16 Menschen kamen ums Leben, weil sie vom Smartphone abgelenkt waren, 34 wegen Alkohol und Drogen am Steuer.