München (epd). Mit einer festlichen Eröffnungsfeier am 6. März im Saal des Alten Rathauses in München startet die dortige Woche der Brüderlichkeit. An der Auftaktveranstaltung nehmen unter anderem Bayerns Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann (CSU) und Münchens zweite Bürgermeisterin Katrin Habenschaden (Grüne) teil, wie die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit München-Regensburg mitteilte. Die Eröffnung der Brüderlichkeits-Woche (6. bis 13. März), die heuer unter dem Motto "Fair Play: Jeder Mensch zählt" steht, wird auch per Internet gestreamt.
Den Festvortrag bei der Eröffnungsfeier ab 16.20 Uhr hält der Beauftragte der Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Ludwig Spaenle. Die ganze Woche über finden mehrere Veranstaltungen in Präsenz, als Hybridmodell oder auch nur Online statt - etwa Buchvorstellungen, Vorträge, Literarisch-musikalische Veranstaltungen und Konzerte. Am Freitagabend (11. März) lädt die Israelitische Kultusgemeinde für München und Oberbayern zudem ab 18 Uhr zur Schabbat-Eröffnung mit traditionellem Abendessen in die Synagoge und ins Restaurant Einstein ein.
Der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit veranstaltet die Woche der Brüderlichkeit seit 1952, jeweils im März. In vielen deutschen Städten und Kommunen gibt es Veranstaltungen zum Jahresthema. Bei der bundesweiten Eröffnung, die heuer in Oldenburg stattfindet, wird die undotierte Buber Rosenzweig-Medaille verliehen. Dieses Jahr geht sie an Eintracht-Frankfurt-Präsident Peter Fischer und den jüdischen Sportverband Makkabi Deutschland für ihr Engagement bei der Verständigung zwischen Christen und Juden.