Würzburg (epd). Nachdem die "Frankenwürfel"-Verleihung vergangenes Jahr wegen der Corona-Pandemie komplett ausfallen musste, sollten die noch unbekannten Preisträger von 2020 einfach an diesem Donnerstag (11. November) prämiert werden. Doch auch heuer fällt die Veranstaltung ganz kurzfristig aus, wie die federführende Regierung von Unterfranken am Montag mitteilte.

Wegen eines Krankheitsfalles hätten sich die Regierungspräsidenten von Ober-, Mittel- und Unterfranken dazu entschlossen, die gemeinsame Feierstunde abzusagen und die Auszeichnungen ab diesem Donnerstag den Preisträgern persönlich zu übergeben. Wer die "Frankenwürfel" erhält, wird aber am 11. November, dem Tag des Frankenpatrons Martin, offiziell bekanntgegeben.

Der "Frankenwürfel" aus Porzellan gilt als höchste fränkische Auszeichnung, er wird von den drei Regierungspräsidenten aus Ober-, Mittel- und Unterfranken an je einen Vertreter aus den drei Regionen verliehen. Der Frankenwürfel soll das Prägende des fränkischen Charakters würdigen: das Wendige, das Witzige und das Widersprüchliche. Den Preis gibt es bereits seit 1985.

Zu den Preisträgern der bisher 35 Auszeichnungs-Jahrgängen gehören unter anderem der ehemalige bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) und der frühere evangelische Ansbach-Würzburger Regionalbischof Christian Schmidt.