Veitshöchheim (epd). In den Veitshöchheimer Mainfrankensälen wird an diesem Mittwochabend (16. Februar) ab 19 Uhr die Kult-Fernsehprunksitzung "Fastnacht in Franken" aufgezeichnet. Die Sendung werde "live on tape" aufgezeichnet und an diesem Freitag (18. Februar) ab 19 Uhr im BR-Fernsehen ausgestrahlt, sagte der Leiter der BR-Studios Franken, Tassilo Forchheimer, am Dienstag. Das heißt: Anders als im vergangenen Jahr besteht die Sendung nicht aus zusammengeschnittenen Beiträgen, sondern soll sich für alle Beteiligten und Zuschauer "wie eine Live-Sendung anfühlen".
Für die beteiligten Künstlerinnen und Künstler gebe es heuer wieder eine "Lampenfiebergarantie", sagte Forchheimer. Die Entscheidung gegen eine Live-Übertragung sei vor allem getroffen worden, um das für eine Satelliten-Übertragung benötigte Personal mit Blick auf die Corona-Situation zu reduzieren. Frankens Fastnacht-Verbands-Präsident Marco Anderlik sagte, die "live on tape"-Lösung sei "nahe dran am Original" aus der Vor-Corona-Zeit. BR-Fastnachts-Redaktionsleiter Norbert Küber ergänzte, Verband und Künstler hätten sich auch "wieder eine echte Prunksitzung" gewünscht.
Nach dem Planungsstand vom Dienstag wird bei der Aufzeichnung am Mittwoch - anders als im vergangenen Jahr - wieder etliche Politprominenz anwesend sein. Neben Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Ministerpräsident Markus Söder (beide CSU) werden auch Vertreter der Fraktionen aus dem Bayerischen Landtag oder auch Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) zugegen sein. Neben den Prominenten werden auch Gäste aus den Fastnachtsvereinen zugegen sein. Die Zahl der Saalgäste wird aber wegen der Corona-Auslastungsgrenzen deutlich niedriger sein als früher.
Der BR musste wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr bereits mehrere Fastnachtssendungen im TV absagen oder verschieben. Bereits 2021 hatte der BR auf die gewohnte Live-Variante seiner Kultsendung aus Veitshöchheim verzichten müssen. "Fastnacht in Franken" flimmerte im BR erstmals 1987 über die Bildschirme - einmalig aus Lichtenfels in Oberfranken, seither kommt die Sendung aus Veitshöchheim. 1991 fiel die Sendung wegen des Zweiten Golfkriegs aus. 2021 sahen 2,810 Millionen Zuschauer bundesweit zu, davon gut 1,890 Millionen in Bayern (Marktanteil Bayern: 37,9 Prozent).