Fürth (epd). In der Corona-Pandemie ist offenbar vielen Paaren in Bayern die Lust aufs Heiraten vergangen. Im Corona-Jahr 2020 gab es so wenige Eheschließungen wie seit Jahren nicht mehr - nämlich nur 61.138, wie aus einer Pressemitteilung des Landesamts für Statistik in Fürth vom Donnerstag hervorging. Weniger Eheschließungen gab es zuletzt 2013, als sich 59.624 Paare in Bayern das Ja-Wort gaben.

Beliebtester Hochzeitstag 2020 war der 10. Oktober mit 1.955 Trauungen. Auf Rang zwei lag der 8. August mit 1.188 und der 20. Juni mit 1.147 Eheschließungen. Der Valentinstag 2020 erreichte mit 451 Eheschließungen zwar nur Platz 48, im Vergleich zum Vorjahr waren das aber 221 Ja-Worte mehr. Am Valentinstag 2021 wurden nur acht Ehen geschlossen. Das liegt laut den Statistikern aber auch daran, dass der 14. Februar 2021 auf einen Sonntag fiel - dem mit Abstand unbeliebtesten Tag für Hochzeitspaare.

Auch im Jahr 2021 war die Heiratslaune unterdurchschnittlich: Zwischen Januar und Oktober habe es 51.354 Trauungen gegeben. In den Vor-Corona-Jahren 2016 bis 2019 waren es im Durchschnitt während dieses Zeitraums deutlich mehr, nämlich 58.677.