Bamberg, München (epd). Der Freistaat Bayern unterstützt zwölf ukrainische Kunstschaffende mit einem Sonderstipendium. Wie das Kunstministerium am Donnerstag bekannt gab, soll damit die finanzielle Existenz der Künstlerinnen und Künstler gesichert sowie deren künstlerische Arbeit anerkannt werden. In Kooperation mit dem Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg erhalten die Stipendiatinnen und Stipendiaten über einen Zeitraum von fünf Monaten je 1.500 Euro monatlich.

Die Stipendiaten wurden von der Direktorin des Künstlerhauses, Nora-Eugenie Gomringer, und dem Künstlerhaus-Kuratorium ausgewählt. Darunter sind Schauspieler, Kulturmanager, Autoren und Komponisten. Eine der ukrainischen Künstlerinnen, die Autorin Rita Surzhenko, betonte, es gehe bei der Förderung um die Wichtigkeit der Auszeichnung für ihre Arbeit, nicht ihren Status als "Geflüchtete".

Das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg fördert die Künste und vertieft kulturelle Beziehungen des Freistaats Bayern zu anderen Ländern. Dazu werden jedes Jahr zwölf Stipendien an Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland und einem Gastland vergeben. Im Zuge des russischen Angriffskrieges dient das Sonderstipendium als schnelle Hilfe für ukrainische Künstlerinnen und Künstler.