München (epd). Römische Soldaten "live" bei der Arbeit beobachten oder mittels Airbrush-Tattoo selbst zum Kunstwerk werden: Am kommenden Sonntag (15. Mai) will der Internationale Museumstag wieder zahlreiche Besucher in die bayerischen Kulturstätten locken. Mehr als 600 Aktionen seien in knapp 300 Museen im Freistaat dazu geplant, teilte die koordinierende Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen am Montag in München mit. Auch im Internet können Jung und Alt den Museumstag virtuell begehen.

Das Freilandmuseum Massing in Niederbayern bietet einen Sensenmähwettbewerb an, im Freigelände vor dem "Limeseum" im mittelfränkischen Ruffenhofen können Besucher laut Mitteilung "echte" römische Soldaten bei der Arbeit beobachten. Die Veste Coburg lädt zum Familientag mit Geheimgang-Führung, im oberbayerischen Mühldorf am Inn verwandelt eine Airbrush-Künstlerin Menschen im Geschichtszentrum selbst zu Kunstwerken.

Das Memorium Nürnberger Prozesse lädt zur virtuellen Tour durch den Schwurgerichtssaal, das Stadtmuseum Amberg bietet seine Schnitzeljagd für Kinder in Präsenz und digital an. In den Sozialen Netzwerken wird der Tag unter dem Hashtag #thisorthat begleitet: Besucher können zwei Lieblingskunstobjekte auswählen und online die Frage stellen, welches besser gefällt.

Der Museumstag wurde 1977 vom Internationalen Museumsrat (ICOM) ausgerufen und will mit attraktiven Angeboten und oft bei freiem Eintritt weltweit auf die Arbeit der Museen hinweisen.