Hilpoltstein (epd). Die starken Stürme der vergangenen Tage haben offenbar für ausreichend Rückenwind gesorgt: Die ersten Weißstörche sind aus ihren südeuropäischen Winterquartieren nach Bayern zurückgekehrt. Man habe schon mehr als 50 eingeflogene Weißstörche registriert, teilte der Landesbund für Vogelschutz (LBV) in Hilpoltstein am Donnerstag mit. Gesichtet wurden Störche bereits in Löpsingen im Donau-Ries, im oberfränkischen Kaltenbrunn oder im oberpfälzischen Pfreimd im Naabtal. Die meisten Weißstörche kehren erst im März und April zurück und läuten so den Frühlingsbeginn ein.
Sogenannte Westzieher, also Vögel, die den Winter im westlichen Südeuropa verbringen, seien bei der Nestauswahl im Vorteil, sagte die LBV-Expertin Oda Wieding. "Ostzieher fliegen über die Türkei und Israel und suchen dann Winterquartiere im Sudan oder noch südlicher auf." Der Rückflug dauere mindestens zwei bis vier Wochen länger. Diese Vögel hätten dann beim Brüten das Nachsehen. "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst", sagte Wieding. Das gelte auch beim Besetzen der besten Nester. Aber prinzipiell kehrten die Störche meistens zum selben Nest zurück, das sie bereits im Vorjahr besetzt hatten.