Aschaffenburg (epd). Rund viereinhalb Jahre nach der ursprünglich geplanten Eröffnung wird das weltweit erste Christian-Schad-Museum in Aschaffenburg nun tatsächlich Besucher empfangen. Am 3. Juni wird das neue Museum zum ersten Mal für Besucher geöffnet, wie die Stadt Aschaffenburg als Träger mitteilte. Ursprünglich sollte das Museum bereits Ende 2017 eröffnen, die Eröffnung wurde zunächst allerdings wegen Bauproblemen auf 2018 verschoben, dann auf 2019. Anschließend gab es im Neubau größere Schwierigkeiten mit der Klimatisierung.
Die Klimaanlage soll eigentlich dafür sorgen, dass Temperatur und Luftfeuchtigkeit stabil bleiben. Messungen hatten wenige Wochen vor der geplanten Eröffnung im Juni 2019 jedoch ergeben, dass dies nicht klappt. Monatelang wurde daran gearbeitet, ein konstantes Raumklima zu schaffen, um einen Probebetrieb zu absolvieren. Danach wurden die Kunstwerke ins Museum gebracht. Die Kosten für das Museum waren durch die Probleme von einst geplanten 4,6 Millionen Euro auf mehr als 6,5 Millionen Euro gestiegen, etwa die Hälfte davon finanziert die Stadt Aschaffenburg.
Der gebürtige Miesbacher Christian Schad (1894-1982) zählt zu den bedeutendsten deutschen Malern der Moderne, sein Schaffen bildet das Gros der Kunstbewegungen des 20. Jahrhunderts von Dada über Expressionismus bis hin zum Magischen Realismus nach 1945 ab. Die Witwe Schads hat gut 3.200 Werke aus dem Nachlass in die Christian-Schad-Stiftung Aschaffenburg überführt.