München (epd). Mit Handylichtern und Kerzen haben am Donnerstagabend rund 1.000 Münchnerinnen und Münchner auf dem Odeonsplatz für Zusammenhalt, Vernunft und Demokratie demonstriert. "Dafür sein ist auch eine Meinung", sagte Initiatorin Katrin Richthofer. Mitmenschen dürften trotz unterschiedlicher Meinungen in der Corona-Pandemie nicht zu Feinden werden. Das Bündnis #MünchenWirdSichtbar wurde von Vertretern aus Kirchen, Politik, Sportverbänden und Nachtclubszene unterstützt.
Angesichts dieser breiten gesellschaftlichen Unterstützung waren die Initiatoren von bis zu 22.000 Teilnehmern ausgegangen. Man habe schlicht nicht absehen können, wie groß die Beteiligung werden könnte, sagte Richthofer am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dass es am Ende laut Polizeiangaben "in der Spitze um die 1.000 Personen" waren, habe möglicherweise auch am Ansatz der Kundgebung gelegen: "Wir waren nicht gegen etwas, sondern dafür", sagte Richthofer. Zusammenhalt sei womöglich aber für viele "selbstverständlich".
Der Lichtkünstler und Medienpädagoge Ulrich Tausend hatte die Menge auf dem Odeonsplatz zu einer Lichtchoreographie angeleitet. Bei einer Schweigeminute wurde der Verstorbenen der Pandemie gedacht.