München (epd). Das Bündnis "#MünchenWirdSichtbar" ruft für diesen Donnerstagabend (10. Februar) zu einer "Demonstration für Demokratie, Vernunft, Solidarität, Empathie und Respekt" in der Münchner Innenstadt auf. Rund um den Odeonsplatz sollen Menschen mit Kerzen und Handylichtern im Rahmen einer Lichtinstallation "ein leuchtendes Zeichen für Zusammenhalt" setzen, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. Die Kundgebung sei eine Antwort auf die "radikalisierten, teils antisemitischen Demonstrationen" von Coronakritikern der letzten Wochen. Man folge mit der Aktion dem Aufruf des Bundespräsidenten, dass die "schweigende Mehrheit" Gesicht zeigen solle.
Eingeladen sei jeder, "der für ein respektvolles und aggressionsfreies Miteinander, für Meinungsfreiheit, demokratische Spielregeln und für Entscheidungen auf Basis der Wissenschaft steht", hieß es weiter. Die Veranstalter haben nach eigenen Angaben 22.000 Personen für die Demonstration angemeldet. Der Lichtkünstler und Medienpädagoge Ulrich Tausend wird um 19.15 und 19.30 Uhr das "Lightpainting" der Demonstranten dirigieren; der Drohnenpilot Michael Radeck filmt die Aktion.
Das Bündnis "#MünchenWirdSichtbar" sei von drei Privatpersonen angestoßen worden, damit unabhängig von Parteien und Organisationen "wirklich alle mitmachen können", so die Veranstalter. Mittlerweile hätten sich Kirchenvertreter, Nachtclubbesitzer, der Deutsche Alpenverein, das Bündnis "München ist bunt" und zahlreiche Einzelpersonen aus Politik und Gesellschaft der Aktion angeschlossen: "Wir werden wirklich viele erreichen", sagte Initiatorin Katrin Richthofer. Sie hoffe, dass von der Münchner Veranstaltung ein Zeichen ausgehe: "Gerne würden wir '#AachenWirdSichtbar' bis '#ZwickauWirdSichtbar' als Nachahmer animieren", sagte Richthofer.