Erlangen (epd). Der Erlanger Gesprächskreis zu medizinethischen Grundsatzfragen lädt diesen Mittwoch (9. Februar) zu einer digitalen Diskussion über den assistierten Suizid. Anlass sei laut Meldung der Universität Erlangen-Nürnberg das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2020, in dem die Freiheit zur Selbsttötung als Grundrecht anerkannt und in dessen Folge das Verbot sogenannter geschäftsmäßiger Sterbehilfe aufgehoben wurde. Damit sei zwar rechtliche Klarheit geschaffen worden, "gleichwohl bleiben wichtige ethische, politische und rechtliche Fragen offen", kritisiert Heiner Bielefeldt, Professor am Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik.
Mitglieder des Gesprächskreises stellen zunächst ein Positionspapier zum Thema vor. Darin warnt die Gruppe vor einer gesellschaftlichen Normalisierung von Suizidassistenz und versucht, Anregungen für weitere Gespräche zu geben. Anschließend sei Zeit für eine offene Diskussion zwischen den Teilnehmenden.